Die Modesünden der 80er Jahre sind unerreicht, wiederholt besprochen und trotzdem nie ganz bereut. Eines muss man dieser Zeit einfach lassen, sie macht bis heute Spaß, verursacht peinlich berührtes wie hemmungslos ehrliches Nostalgiegegrinse und eignet sich musikalisch hervorragend zur Massenchoreographie - Kein Wunder also, das man all die schrillern Zutaten in ein Musical gepackt hat.
Miami Nights ist eine bonbonfarbene Tanzzeitreise, die mit einem charmanten Augenzwinkern Musik, Mode und Tanzfilme der 80er Jahre aus der Nicht-Anfassen-Kiste holt und gekonnt ins neongrüne Rampenlicht stellt. Und ja - natürlich kommt diese Wiederbelebungsmaßnahme nicht ohne Herzmassage aus.
Jimmy und Laura treten das Erbe unzähliger Tanzfilmromanzen an, können erst nicht zusammen sein, dürfen es dann nicht, bringen sich gegenseitig den Hüftschwung bei und verlieben sich im 4/4 Takt. Natürlich versteht das niemand, denn Laura ist Kubanerin, nicht standesgemäß und auch irgendwie nicht ganz so grandios zickig wie Jimmys Ex(tanz)partnerin, Malibubarbie Jessica. Jimmy wiederum kann nicht im Cuba Libre und vor allem nicht vor Lauras Bruder bestehen, - weil Jimmy eben kein Rückrad hat, kein Feuer, kein Gefühl für den Augenblick. Er hat nur eine Wassermelone getragen. So bleibt erstmal jeder in seinem Tanzabstand und das Publikum sieht zu wie man schwungvoll um sein Leben tanzt, Vorurteile wegwirbelt, es den Denveryuppies mal so richtig zeigt, und dann…und dann natürlich am großen Miami Nights Dance Contest teilnimmt, was sonst.
Ob Jimmy es schafft, allen zu zeigen dass sein Baby zu ihm gehört? Zumindest hält hier niemand die Füße still - ob auf der Bühne oder im Saal. Die Tänzer sind ausgelassen, ausdrucksstark, grandios und dabei auch noch komisch. Sie singen und tanzen sich vor einem einfallsreichen Bühnenbild leidenschaftlich in die Herzen der Zuschauer, erzählen die knisternde Geschichte um Jimmy und Laura. Ob man will oder nicht, ob man dabei war oder nicht - Miami Nights erweckt die 80er neu, belebt temperamentvoll die Songs der Zeit und holt die bunt glitzernde Strassstein-Atmosphäre zurück in die Zukunft. Standing Ovation für Paillettenmuster!
Eine temporeiche, frechwitzige Parodie, die absolut sehenswert ist und mitreißt
Miami Nights vom 28. Februar bis 16. März 2008 im Admiralspalast
Mehr Informationen unter: www.miaminights.de
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Kerzenschein, ein Tisch, drei Stühle und alles umgeben von Krimi-Büchern. Der perfekte Ort für einen Hörspielabend der besonderen Natur. Die Turbine William veranstaltete am Dienstag, in der Krimibuchhandlung totsicher, wieder ihr IMPRO-LIVE-HÖRSPIEL, diesmal mit dem Schwerpunkt Krimi.
Zum Konzept gehört nicht nur eine von den Schauspielern erfundene Geschichte. Nein, das Publikum hat die Möglichkeit selbst mit ins Geschehen einzugreifen, die Richtung vorzugeben und auch eigene Sätze, die vor der Show auf einen Zettel geschrieben werden, mit in das Hörspiel einfließen zu lassen. So werden die Schauspieler gerne immer wieder herrausgefordert und die Handlung bekommt oft eine neue Richtung.
Doch die Turbine William, ein Impro-Ensemble aus 10 Schauspielern, einem Coach und Musikern, bietet ihrem Publikum nicht nur Live-Hörspiele. Ihr Repertoire umfasst die ganze Kunst des Improvisationstheaters, von Duellshows bis zur MärchenImpro.
Egal welche Veranstaltung der Turbine William man besucht, ein heiterer und geistreicher Abend ist garantiert. Es soll nicht nur Spaß machen, sondern auch den Horizont erweitern.
Informationen zum Programm, Tremine und Wissenswertes auf der Homepage von Turbine William.
www.turbinewilliam.de
Kartentelefon: (030) 325 347 28
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Liegt es am Wetter ? Der Berliner CDU - Vorsitzende Pflüger erscheint in der Diskussion um die Jugendkriminalität wie ein Seher - ein Fernseher. Dort nämlich hat er eine der Hauptgründe für die Brutalität der 15 bis 21jährigen entdeckt. Deshalb : Keine Krimitoten nach 20 Uhr, also weder Tatort noch der Bulle von Tölz, keinen Alten mehr, weder britische, schwedische noch amerikanische Krimiserien. Schalten wir ab - wird alles gut, nicht nur bei Nina Ruge sondern bei all den Schlägern und Krawallmachern, bei den Neonazis und den Ausländerkindern der 3. Generation. Und weil sie alle ja keine Gewaltvideos sehen und im Fernsehen vor 20 Uhr keine Gewaltszenen gezeigt werden, werden wir bald friedlich miteinander leben - keiner muss sich mehr fürchten und die Krimis werden auch verboten. Und Friedbert, der Pflüger bekommt ein winziges Friedensnobelpreischen, weil sein Vorschlag Schule machen wird - in Europa und dann auf der ganzen Welt.
Deutscher Michel
Nachtrag : Was bei Pflügers Idee vergessen worden ist : Tote gibts dann auch nicht mehr in der Tagesschau und im Heute - Journal - diese täglichen realen Toten in Beirut, Afghanistan, Pakistan, Nairobi, Sri Lanka
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Eine Umfrage, die vom Spiegel veröffentlicht worden ist, hat ergeben : achtizg Prozent der Jugendlichen in Brandenburg wissen nichts oder fast nichts von der DDR, der Heimat ihrer Eltern. Sie haben keine Ahnung wer die Mauer gebaut hat, halten Helmut Kohl für einen Ossi, glauben, daß die DDR in Sachen Umweltschutz sauberer war als der Westen. Dieses verdreckte ruinierte Land, das verschwunden ist, halten sie für lebenswerter als den Osten - mit Arbeitsplatzgarantie, wenn auch mit weniger Wohlstand. Alles sei doch irgendwie besser gewesen. Sie haben nichts gehört und nichts gelernt. Zuhause reden die Eltern überhaupt nicht mit ihnen über dieses Thema oder sie betreiben Schönfärberei und in der Schule sitzen die alten Lehrer von damals , die Staatsverherrlicher von einst, die entweder das Thema vermeiden oder die Errungenschaften der DDR loben : Vollbeschäftigung und soziale Leistungen. Sie haben vergessen in welchem Gefängnis sie gelebt haben, daß sie froh sein konnten einen Ferienplatz an der Ostsee zugeteilt zu bekommen, daß sie zehn Jahre auf einen Papptrabi warten mussten, daß die ärztliche Versorgung miserabel war weil es an technischer Ausrüstung und Medikamenten fehlte, daß die Kinder vormilitärische Ausbildung zu absolvieren hatten, daß tausende politische Häftlinge im Knast waren, daß auf Flüchlinge wie auf Hasen geschossen wurde, daß Hunderttausende als Spitzel jeden Systemkritiker denunzierten.
Die Jungen sind die Dummgebliebenen - und die Alten sind die Dauermäkler - für sie sollte eine Region der neuen Bundesländer - klein wie das Saarland am Besten im Nazi - Sachsen oder Nazimecklenburg mit einer Mauer ausgestattet und ein DDR - Nostalgieleben unter DDR - Bedingungen geschaffen werden. Damit diese widerwärtige Nostalgie der Ewiggestrigen, Verblendeten irgendwann ein Ende hat,
Dieter Bub
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| Geschrieben von Dieter Bub |
| Freitag, 14. Dezember 2007 |
1088 Seiten der Versuch einer Selbsttherapie, ein Sich - von - der - Seele - schreiben. Eine Abrechnung, ein wütendes Umsichschlagen und Selbstdarstellung : Schaut her - das bin ich wirklich, war ich wirklich. Was für ein Leben. Florian Havemann, der Gedemütigte, teilt aus, hat geschrieben, was ihm zugestossen ist - und durch wen - durch Vater, Mutter, Wolf. Sie haben ihn gekränkt, ungeliebt , mißverstanden, falsch dargestellt. Nun läßt er uns wissen, wie sehr er sie alle verachtet und wir spüren wie gekränkt er ist, weil seine künstlerische Persönlichkeit bis heute so wenig Anerkennung gefunden hat.
Florian Havemann bezichtigt seinen Vater Robert nicht nur mangelnder Zuneigung ( und damit teilt er die Empfindungen von Millionen Jungen ), er fühlt sich ungeliebt und selbst einem schriftlichen Bekenntnis der Liebe mißtraut er. Seine Verdächtigung der Vater sei Antisemit ist lächerlich, denn Robert Havemann hatte seinem Vater ein paar Zeilen diesen Inhalts als Tarnung für seine kommunistische Untergrundarbeit geschrieben. Florian Havemann verachtet seine Stasi - Mutter. Und seine Wut gegenüber Wolf Biermann ist noch immer da - Biermann, der ihm einen höhnisch - verächtlichen Song gewidmet und überall aufgeführt hatte, weil Florian die DDR verlassen hatte - wie vor ihm und nach ihm Hunderttausende und schließlich Millionen. Biermann mit seiner großspurigen, großschnäuzigen Arroganz als Selbstdarsteller hat sich diese Rücksichtslosigkeit bis heute bewahrt. Florian Havemann zahlt es ihm und vielen anderen nun mit gleicher Münze heim - und beschreibt sich selbst als eindrucksvollen Mann, einen verständnisvollen Gesprächspartner ( zum Beispiel von Rudi Dutschke ) und Frauenliebhaber. Darin sind Männer nur selten bescheiden. Eine Ost - West - Geschichte, kein Roman,. eine Erzählung, die es mit der Wahrnehmung von Ereignissen nicht so ernst nimmt, die urteilt und unterstellt. Ein Wälzer, mit dem wir Florian Havemann kennenlernen sollen, der endlich aus dem Schatten des Vaters heraustreten will. |
Categories: Literatur
Weltkulturerbe - nein Danke ! <a href=”http://www.kultur-info.eu/index.php?option=com_content&task=edit&id=1061&Itemid=115&Returnid=115″ onmouseout=”return nd();” onmouseover=”return overlib(’Veröffentlicht
Public
Sonntag, 9. Dezember 2007
Deutscher Michel’, CAPTION, ‘Bearbeiten’, BELOW, RIGHT);”> |
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| Geschrieben von Deutscher Michel |
| Sonntag, 9. Dezember 2007 |
| Fakten, Fakten, Fakten ! Nach der Freigabe zum Baubeginn für die umstrittene Dresdner Brücke wurden erst die Bagger aufgefahren , für eine Art symbolischen Spatenstichs und nun die alten Bäume gefällt, Bäume, die den Angriff der Bomberverbände bei der Verwüstung der Stadt zum Ende des Krieges überlebt hatten. Dieser politisch gewollte Frevel ist ein widerwärtiger Skandal - an dem viele beteiligt sind , auch der Ministerpräsident. Die Arroganz der politisch Verantwortlichen ist typisch für eine um sich greifende Bereitschaft Kulturgüter zu ignorieren und zu vernichten. Was schert es , daß der Titel des Weltkulturerbes aberkannt werden könnte ( in Potsdam hat das Wirkung gezeigt und Schlimmes verhindert ). Nein, man will keine Alternative eines Tunnels, die möglich gewesen wäre, man hat es eilig, damit die Autofahrer ein paar Monate oder auch ein Jahr früher , schneller von einer Flußseite zur anderen wechseln können. Das wollte ihnen niemand verwehren, nur wäre es eben auch anders möglich. Noch immer. Aber auf Einsicht sollten wir nicht hoffen, wie anderorts auch nicht, zum Beispiel in St.Petersburg. Dort wird das Stadtbild systematisch zerstört, zunächst mit einem Betonbau der Firma Samsung und demnächst mit einem Hochhausklotz. Hier regiert das Geld, in Dresden regiert beispiellose Borniertheit. |
Categories: Kommentare
<a href=”http://www.kultur-info.eu/index.php?option=com_content&task=edit&id=1059&Itemid=63&Returnid=63″ onmouseout=”return nd();” onmouseover=”return overlib(’Veröffentlicht
Public
Sonntag, 9. Dezember 2007
Administrator’, CAPTION, ‘Bearbeiten’, BELOW, RIGHT);”> |
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| Sonntag, 9. Dezember 2007 |
Eine faszinierende Abenteuergeschichte, von der sich nicht nur Jugendliche sondern auch Erwachsene faszinieren lassen können. Während in unserer Realität noch immer Spaceshuttles mit Astronautenbesatzungen aus aller Welt Labors und Materialien zur nahen Weltraumstation transportieren , begeben wir uns hier bereits mit Hilfe von Cosmos, dem supterintelligenten Computer weit hinaus in die Unendlichkeit des Weltraums - bis in die schwarzen Löcher, aus denen es doch eine Möglichkeit zur Rückkehr gibt. Als George , der verspottete Sohn einer alternativen Weltverbesserer - Familie den Wissenschaftler Eric und seine Tochter Annie kennenlernt, erschließt sich ihm die bis dahin fremde Welt der Naturwissenschaften, in der , wie überall, die Möglichkeit zum Guten wie zum Bösen besteht. So unterhaltsam und anschaulich ist die Faszination Weltraum noch niemals dargestellt worden. Dieses Buch ist die neue Himmelsleiter, geschrieben von Lucy und Stephan Hawking.
Stephan Hawking : Wir kennen ihn als Genie, ein in seinen Bewegungs - und Ausdrucksmöglichkeiten schwer behinderter Mann. In Zusammenarbeit mit seiner Tochter öffnet er uns die Augen für Sonne, Mond und Sterne - neben der Story fabelhaft erklärt mit präzisen Angaben zu Sonnensystem, Kometen, Neutronensternen, Erdathmosphäre und vielem mehr.
Ein tolles Geschenk - für Zehn - bis Achtzehnjährige , und für Erwachsene !   
Dieter Bub
Lucy und Stephan Hawking : Der geheime Schlüssel zum Universum
cbj - Verlag bei Random House |
Categories: Nicht kategorisiert
| Tiefland - wieder entdeckt |
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| Geschrieben von Administrator |
| Dienstag, 4. Dezember 2007 |
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Tiefland, von Eugen d’ Albert
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 30. November 2007
Musikalische Leitung: Yves Abel, Inszenierung: Roland Schwab
Im Hochland ist die Welt noch in Ordnung: die Luft rein und würzig, wie bei Heidi auf der Alm, der Feind eindeutig auszumachen als wildes Tier, wie bei Rotkäppchen im Wald und der Hirte ist grundgut und fromm, wie aus dem Lehrbuch der naiven Helden. Ganz anders im Tiefland, dort herrscht ein Tyrann wie aus den Nachrichten, weibliche Wesen werden schon in Kindertagen zu Prostitution gezwungen und der Pleitegeier schwebt über der Szenerie, willkommen in der modernen Welt. Das Märchen ist schnell erzählt: Pedro der Hirte ersehnt sich eine Frau, der böse Herrscher Sebastiano übergibt ihm aus heiterem Himmel Marta samt einer Mühle und Pedro hält sein Glück für gemacht. Doch natürlich verfolgt der Bösewicht seine eigenen Zwecke, möchte eine reiche Frau ehelichen, um der Schuldenfalle zu entkommen, doch die Geliebte nur zum Schein an den naiven Held abtreten. Schließlich durchschaut der das Geflecht von Machtmissbrauch, sexueller Ausbeutung und den Komplott gegen sich. Und die Vermeintliche Unschuld wandelt sich in mörderische Wut, der kranke Herrscher wird um die Ecke gebracht, wie einst der Wolf, der seiner Herde Leid antun wollte. Aus dem Hirten wurde ein Erlöser und es ist Zeit, die Rückreise ins Hochland anzutreten. Denn zwischen den einstigen Opfern hat sich eine reine Liebe entwickelt und die gilt es nun in der Abgeschiedenheit der unberührten Natur zu leben. Diese geradezu aufreizend einfache Handlung stellt eine zeitgemäße Regie vor nicht eben geringe Probleme, zu simpel scheint uns die Aufteilung in Gut und Böse, Oben und Unten, Schwarz und Weiß heute zu sein. Da helfen auch die Verweise auf unsere heutige Welt nicht wirklich weiter. Der Chor erinnert zwar mit seinen Horrormasken an ein Rammsteinvideo, agiert jedoch etwas unentschieden zwischen missgünstigem Volk und expressionistischem, sichtbar gemachtem Innenleben des Helden. Die Kostüme schwanken zwischen dekadentem Cocktailkleid und praktischer Expeditionskleidung, Uniformen und selbst gestricktem Ökodress. Das unterdrückte Volk in der industrialisierten Welt schleppt Metallgerippe und wohnt in lebensfeindlichen Eisenhütten und am Ende liegen tote Tiere in der Gegend rum. Das alles ist, trotz anrührender Momente und teilweise wunderbaren Sängern, für heutiges Wissen und Geschmack etwas zu zahm und unentschieden geraten. “Tiefland“, einst ein Hit, erklärtermaßen Hitlers Lieblingsoper wegen seines Alpenpanorama, verfilmt von Leni Riefenstahl, scheint uns heute bigott und die Botschaft allzu moralisierend. „Könnt ich doch lustig sein, wie ich es einmal war als Kind,“ singt Pedro verzweifelt. Wir wissen natürlich, es führt kein Weg zurück. Weder für Marta, die uns am Ende einen erschrockenen Blick über die Schulter zuwirft. Noch für uns, in eine Unschuld, die es wahrscheinlich nie gegeben hat.
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Eine zeitgemäße Inszenierung ohne jede Bergidylle, mit einer weißen Steilwand, die in schillerndsten Farben aufleuchten kann und doch kaum zu bezwingen ist. Die Rollen glänzend besetzt, das Orchester, unter neuer Leitung, vorzüglich und wie befreit–Tiefland –ein Wagnis, das es sich lohnt anzuschauen.Natascha Bub
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Categories: Bühne
Wie altmodisch unsere Kirche ist - will uns das große Sonntagsvergnügen vermiesen - das Einkaufen am siebten Tag der Woche. Wir sollten uns besinnen meint der smarte Bischof Huber, zusammensitzen im Kreis der Familie, in froher Erwartung auf die Ankunft des Heilands. Da können wir lange warten - vom ersten bis zum vierten Advent. Das war einmal , zu Zeiten ohne Fernsehen, Internet, Videospiele, Ohrenlärm, ohne Apple und handy, I-Phone und was es sonst noch so an Unterhaltung gibt. Und was ist mit den Sonntagsspielen nicht nur im Fußball, mit den Skispringern und den Abfahrtsläufern, den Biatlethen ? Wir wollen uns doch nicht vorschreiben lassen, wann wir wann wo was einkaufen. Das lassen wir uns von niemandem verbieten. Auch nicht vom lieben Gott und seinen ernannten oder selbst ernannten Stellvertretern. In Amerika geht das doch auch - die Geschäfte macht auf wer will, einkaufen kann wer wann immer er will und die Kirchen mit den christlichen Fundamentalisten sind trotzdem rappelvoll. Eins ist sicher - Huber und Co sollten sich statt zu meckern etwas einfallen lassen, damit sie die Kirchen wieder voll bekommen. Viele der Kirchenmänner und Frauen verbreiten in ihren Predigten noch immer nur moralinsaure Langeweile. Dann doch lieber gleich zum Frühschoppen oder zum Sonntagsshopping.
Categories: Kommentare
Gibt es eigentlich so etwas wie politische Kultur ? Was ist das ? “Nie gehört !” Erklären unisono der Regierende Bürgermeister von Berlin , Klaus Wowereit ( übrigens im Amt ein Nachfolger von Willy Brandt - das Leichtgewicht nach dem Schwergewicht ) und der Bundesverteidigungsminister Jung ( der A bschußfreigabe Franz-Josef ). Beide scheren sich einen Dreck um die Meinung der anderen. Der eine - Wowi - will Tempelhof schließen - ohne Konzeption für die Immobilie und gegen die Meinung der Berliner Bevölkerung und die Intereressen von Unternehmen. Drr andere - Jung - will das Tempodrom, also den Bombenabwurfsplatz für die Bundewehr in der Urlaubsregion von Brandenburg und Mecklenburg nutzen, auch wenn er völlig unnütz ist, gegen Bürger - und Politikerproteste aller Fraktionen und viele Gerichtsurteile. Findet ja nicht in seinem trauten Hessen statt ! Nein - die Macht - Sturköpfe und ihre Verwaltungsmuschpoke , erst einmal gewählt, finden diese Form von Demokratie völlig legitin. Wenn das Volk erst einmal gewählt hat, soll es anschließend das Maul halten. Das also ist politische Kultur. Wie gehabt.
Deutscher Michel
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